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Aus meiner Reihe "Dem volck uffs Maul geschauet - Polaemyck fuers Gemeyn volck"

CLEMENT HALT´S MAUL!

Es gibt sie wieder, die „Montags-Demos". Gott sei dank! Obwohl man besser sagen sollte: leider... Die Menschen in Mitteldeutschland werden nach 15 Jahren asozialer Existenzvernichtungs- und Intropaupertionspolitik einer verantwortungslosen Selbstbereicherungsclique leider erneut dazu gezwungen, sich auf der Straße Gehör zu verschaffen. Das ist unser gutes Recht:

Wir sind das Volk!
Dieses Recht lassen WIR uns von niemandem streitig machen, schon gar nicht von einem hergelaufenen Fatzke, der meint, uns Mitteldeutschen erzählen zu müssen, daß WIR nicht DAS VOLK seien, weil unter diesem Motto einmal DDR-Bürger auf die Straße gegangen waren, und das sei etwas ganz anderes. An alle Clements, Schröders, Merkels, Stoibers und Guidos dieser Welt: Auch für Euch gilt Dieter Nuhrs Lebensweisheit: Wenn man keine Ahnung hat, dann einfach mal die Fresse halten...

Wer ist diese westfälische Niete in Nadelstreif, dieser „Wirtschaftskanzler", dieser „Universalermächtigte", dieser Berlin-Hasser, dieser Populist und Demagoge des Großkapitals überhaupt?

Evolutionsgeschichtlich betrachtet ist er nicht mal ein Würstchen. In den Annalen der Weltgeschichte wird er auch niemals auftauchen. Ja nicht einmal in den 40 Jahren DDR-Geschichte und den ersten fünf Jahren danach konnte man die Existenz dieses Menschen überhaupt wahrnehmen. Er stammt nicht einmal aus der demokratischen Republik!

Als in Leipzig die „Montags-Demos" anfingen, hatten WIR in unserem Lande genau dieselben machtstrukturellen Verhältnisse: bürokratische Wasserköppe, politische Eierköppe, ämterhäufende Betonköppe... WIR sind auf die Straße gegangen gegen bürokratische Willkür, politischen Unverstand, gegen Ämterhäufung und Machtmißbrauch. WIR sind auf die Straße gegangen für einen menschenwürdigen Sozialismus und für Reisefreiheit.
Und nicht, um Massenarbeitslosigkeit, Verwahrlosung der Jugend, Existenzängste, Altersarmut und -entwürdigung, und nicht um hier amerikanische Verhältnisse einziehen zu lassen!

Das, Clement, merke Dir!

Denn diesen ganzen Scheißdreck, ebendiese amerikanischen Verhältnisse, wollen uns die Volksverreter (...ups! Wer einen Schreibfehler findet, darf ihn behalten!) im Reichstag nun aufzwingen. Intropaupertion! Diese erschreckende Erkenntnis macht inzwischen (endlich!) in Deutschland die Runde wie in vielen mittelalterlichen Städten das Wort „Pogrom!" unter den Juden. Sie nehmen uns nicht nur unsere Arbeit als Grundlage für den Lebensunterhalt, sondern jetzt auch noch das, was WIR uns in vielen arbeitsreichen Jahren für das Alter erarbeitet haben. Für das Alter darf so gut wie nichts mehr übrig bleiben, wenn man bereits die Dreißig überschritten hat und auf dem „Arbeitsmarkt" zum Müll gehört.

Deutsches VOLK, werde endlich wach! Dieses Los kann jeden von UNS treffen, Bürger, auch DICH!

Intropaupertion, das ist das politisch gewollte massenhafte Hineinstoßen in die Armut zugunsten der schäbigen materiellen Interessen der Verantwortlichen dieser Misere.

Es hat sich nach dem Sturz der DDR nichts verändert in diesem Land, außer der sozialen Mißstände. Sie sind nach glorreichen 15 Jahren des Plattmachens jetzt noch skandalöser.

Wie bitte???!!! WIR hätten es ja so gewollt???!!!

Etwa weil WIR damals für Veränderungen in UNSEREM Land auf die Straße gegangen sind? Etwa weil uns ein paar Übereifrige für -n Appel und -n Ei an den Westen verschachert haben? Etwa weil WIR immer nur verarscht wurden? Nun, zu Erichs Zeiten hat man uns nur verarscht, dann wurden wir verkohlt, und jetzt verschrödert. Darauf haben WIR jedoch „keinen Bock" mehr.

Daran ändern auch sogenannte „Wahlen" nichts. Denn wenn Wahlen wirklich etwas im System verändern könnten, wären sie schon längst verboten!
Wie ernst es den Machthabern mit der Demokratie und „demokratischen Wahlen" wirklich ist, das beweist die Institutionalisierung der sogenannten 5%-Hürde als Instrument ungehemmter Wahlfälschung. Kleinere Parteien, die die Eintrachtssoße mit ihren Kreisen stören könnten, bekommen keine Chance, an der politischen Gestaltung unseres Landes mitzuwirken, selbst wenn sie gute, von einem nicht zu leugnenden Teil unserer Bevölkerung getragene Ideen beisteuern. Mit der 5%-Hürde werden Wahlfälschungen problemlos.

Kandidaten, die nicht die US - amerikanische Macht- und Wirtschaftsglobalisierung auf ihre Fahnen geschrieben haben, wird der Zugang zu diesem „Forum idioticum" mit Verweis auf diese Schranke verwehrt, selbst wenn jener weit mehr als 5% der abgegebenen Stimmen auf sich vereinen könnte. Welcher Otto-Normalbürger wollte oder könnte das nachprüfen?!

Es gibt Leute in Deutschland, die allen Ernstes behaupten, es gebe zu jeder „demokratischen" Regierung eine „demokratische" Opposition. Von wegen! Diese demagogische Ummäntelung des völligen Gegenteiles stellt sich doch spätestens seit der hemmungslosen „Reform" - Wut der Machthaber selbst in Frage. Es gibt in Neu-Deutschland keine wirkliche Opposition mehr. Die sogenannte „Opposition" sind in Wahrheit nichts anderes als nur „zeitweilig nicht offiziell an der Macht Beteiligte". Denen geht es doch nicht wirklich um die Kontrolle der offiziellen Machthaber sondern um die Sicherung ihrer eigenen „Claims", ihrer Pfründe und Privilegien gegenüber der großen Masse der nicht an der Macht Beteiligten.

Das zeigt sehr eindringlich das Gekungel der aSPD mit den Kreuzanbetern, als es um das „Wie und Wieviel" bei der Plünderungsabsprache in Bundesrat und Bundestag ging. Die Einen haben hier das Übergewicht, die Anderen dort. Ein Pleitegeier kratzt dem anderen kein Auge aus. Bedenken wahrhafter Vertreter des VOLKES werden erst gar nicht gehört, sogenannte „Wirtschaftsexperten", Leute, die einzig an den „Reformen" profitabel partizipieren, werden als Meinungsbildner vorgeschickt, und daran habe das deutsche VOLK zu glauben.

Den Finger in diese Wunde zu legen und darin herumzupuhlen, diesen ganzen Schwindel aufzudecken, bedarf es in diesem Lande vieler weiterer und lauterer Stimmen als der meinen. Oscar Lafontain hat sie erhoben. Er wurde als Nestbeschmutzer mundtot gemacht.

„Oscar, halts Maul!"
wurde ihm damals an den Kopf geworfen. Er hatte die aSPD als solche erkannt, was sie in Wahrheit ist und seit Bismarcks Zeiten schon immer war: nämlich eine asozial-demagogische Partei. Auch wenn wir heute Otto von Bismarcks Sozialisten-Gesetze und sein Sozial- und Rentensystem nicht mehr haben, eines ist uns bis heute geblieben: die Wahl- lüge und das Schmierentheater.

Aber wenn ich schlechtes Theater sehen will, gehe ich zu Schlingensief. Dort bleibt mir wenigstens die Wahl von Idioten zwischen „Luzifer" und „Belzebub" erspart.

Auweia! Der hat das Wort „Idiot" verwendet. Na und?! Jetzt werden sich die beiden Mitbürger auf dem mentalen Niveau von „das werd ich alles sagen" und „Herr Lehrer, ich weiß was", der Herr Be-En-De und der Herr Verfassungsschutz (schön, Sie bei der Lektüre meiner freien Meinungsäußerung begrüßen zu dürfen), sicherlich fragen, ob es denn legitim sei, deutsche Politiker als Idioten zu bezeichnen.

Ja, aber sicher! Laut Eurer sogenannten „political correctness" (zu Deutsch: Maulzensur) hat ein Bürger sogar die Pflicht, politisch korrekt zu terminieren, aber wehe er tut es!
Schauen Sie, bereits in den frühen griechischen Stadtstaaten Delphi, Sparta, Athen gab es erwählte Älteste, den sogenannten Senat, der sich ausschließlich um die Belange des Staates und(!) seiner Bürger zu kümmern hatte. Allerdings gab es auch damals schon die Sesselfur- zer, die es sich auf ihrem Posten nur bequem machten, um sich gut bezahlen zu lassen, und die sich vordergründig um nichts anderes als ihre eigenen Interessen sorgten, während die anderen noch das Gemeinwohl im Auge hatten. Diese das Gemeinwohl bedienenden Staatsdiener nannte man Poli(o)tes, wovon sich das heutige Wort Politiker ableitet. Hingegen die nur auf sich selbst bezogenen Typen nannte man Idiotes. Man zeige mir von all den zahllosen Politschranzen hierzulande auch nur einen einzigen, der sich ausschließlich um das Gemein- wohl sorgte...

Natürlich ist es heutzutage politisch unerwünscht, ein Kind bei seinem Namen zu nennen. Wer es dennoch tut, kommt an den Pranger, dort drüben in der rechten Ecke. Man darf Zensur heute nicht mehr öffentlich Zensur schimpfen, man muß „political correctness" sagen. Doch darauf sei geschissen. Ich nehme mir das Recht heraus, zu einem Neger weiterhin (wie ich es in meiner DDR-Kindheit unbeanstandet gelernt hatte) Neger zu sagen und einen Asylanten als Asylanten zu bezeichnen (wie ich es im Westfernsehen der Siebziger Jahre gelehrt bekam). Waren wir damals etwa alle Nazis, wie man uns unzensierte Redner heutzutage ungestraft bezeichnen darf?

Wer verarscht hier eigentlich wen?

Ein Volk bekommt immer die Regierung, die es verdient. Aber dieses asoziale Pack haben wir Deutschen wirklich nicht verdient!

Es ist an der Zeit, diesem Spuk ein Ende zu machen!

Darum heraus auf die Straßen - jeden Tag und immer lauter!

Den Generalstreik organisieren!

Die Entmachtung von Schröder, Clement, Merkel vorbereiten!
Und wenn Ihr Volksverarscher, Clement und Consorten, es dennoch wagen solltet, mit dem Griff in unser aller Taschen Eure unverschämten Diäten weiter zu erhöhen, dann brennt die Luft! Das ist keine Drohung, das ist ein Versprechen! Dann wird es nicht nur montags Demos geben! Ein sechswöchiger Generalstreik in Deutschland, damit es Euch ignoranten Säcken auch einmal richtig wehtut, wäre bereits jetzt schon angeraten.

Euch möchte ich sehen, wenn im Januar 2005 Eure von UNS finanzierten Diäten nicht gezahlt würden. Welch ein Geschrei würde da den guten alten Reichstag erschüttern?!

Ja, so ist das hierzulande. Was soll man da machen? Dazu fällt mir nur ein: Hartz brennt gut, und wer einen Hundt erschlägt, nunja, das ist nach bundesdeutscher Rechtsauffassung eh nur Sachbeschädigung...

Zum Thema Bevormundung des deutschen VOLKES durch seine Machthaber noch eins zum Schluß: Dieser Text ist nach den Richtlinien der Deutschen Rechtschreibung des zwan- zigsten Jahrhunderts verfaßt. ICH verzichte dankend auf diese unsinnige „noihe doitsche pfaltschschraibunk". Die breite Masse des deutschen VOLKES tut es ebenfalls...
Das wollte ich eben einmal kundtun, denn angeblich hätten wir ja hierzulande Meinungsfreiheit (grins!).

Wer nicht meiner Meinung ist, braucht nicht darauf zu spekulieren, daß ich eine Zensur meiner Meinung zuließe. Ich habe noch nie ein Blatt vor den Mund genommen, und werde es fürdahin erst recht nicht tun - komme was da wolle!

Dafür und für zivilen Ungehorsam stehe ich mit meinem Namen

Detlef Dähn


25.8.04 13:39


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